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Altersbedingte Degeneration der Makula

Der Sehsinn ist der wichtigste Sinn des Menschen, denn über ihn nehmen wir bis zu 80 Prozent sämtlicher Informationen wahr. Deshalb ist es auch notwendig unser Augenlicht vor sich verschlechternden und negativen Einflüssen der Umwelt sowie des Arbeitsumfeldes zu schützen - so zum Beispiel vor Sonnenstrahlung, Strahlung vom Fernseher, Computer usw.

Auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko der Entstehung von degenerativen Erkrankungen der Augen, insbesondere der altersbedingten Degeneration der Makula und des grauen Stars (Katarakte).
  • Altersbedingte Degeneration der Makula
Während diese Erkrankung noch vor 30 Jahren ziemlich selten war, ist sie heute eine der häufigsten Erblindungsursachen in den Indutrieländern. Die genaue Ursache der Erkrankung ist bislang noch nicht bekannt, wobei angenommen wird, dass hier mehrere Uraschen zusammtreffen z.B. Veränderungen der äußeren Einflüsse (Sonnenstrahlen wie auch andere Strahlen, ...) und des heutigen Lebensstils (Stress, Ernährung, ...).
Wenn das Licht durch das Auge dringt, fällt es schließlich auf die Netzhaut. Hier befindet sich auch das Zentrum der höchsten Sehschärfe – die sog. Makula. Von der Netzhaut wird dann das Bild in Form von Nervenimpulsen durch die Sehnerven an das Gehirn übertragen. Beim Eintreffen des Lichtes auf die Netzhaut entstehen jedoch auch Schadstoffe - sog. freie Radikale, welche sich ansammeln und insbesondere die Makula schädigen. Wenn diese nicht entfernt werden, kommt es zur Schädigung oder sogar zum Absterben der Makula-Zellen und zur Entstehung einer altersbedingten Degeneration der Makula. Lutein und Zeaxanthin sind Pigmente, welche für die Funktion der Netzhaut unbedingt notwendig sind und welche unser Körper nicht produzieren kann, was bedeutet, das diese dem Körper zugeführt werden müssen. Diese Pigmente sorgen nicht nur für die Ernährung der Netzhaut, sondern schützen diese gleichzeitig (wie eine Art Filter) durch die Absorption der schädlichen Lichtstrahlung. Aus diesem Grund nennen wir die Pigmente auch „innere Brille“. Das Prinzip dieses „Schutzes“ ist die Liquidierung von freien Radikalen. Dieser Prozess läuft unter Beteiligung von weiteren Antioxidantien (Vitamine A, E und C) und von einigen Spurenelementen (Selen und Zink) ab.
Zur Risikogruppe für die Entstehung einer altersbedingten Degeneration der Makula zählen vor allem ältere Menschen, Raucher, Frauen, Menschen mit heller Regenbogenhaut, die über eine niedrigere Menge an Lutein in der Netzhaut verfügen, sowie Menschen, bei denen eine Operation des grauen Stars durchgeführt wurde.
  • Grauer Star (Katarakte)
Es handelt sich dabei um eine Trübung der Linse, welche durch die Änderung der Struktur und der Anordnung von Eiweißfasern in der Linse entsteht. Die Linse ändert sich durch das Alter oder unter Einfluss von äußeren Faktoren (z.B. Medikamenten und verschiedenen Erkrankungen), wobei es zu einer schrittweisen Trübung kommt und die Linse schließlich undurchlässig wird. Dadurch kommt es zur Verschlechterung der Lichtdurchlässigkeit und das Abbild auf der Netzhaut ist verschwommen, man nimmt die Umgebung unscharf, matt, nebelhaft und verzerrt wahr. Dieses Problem kann heute durch eine Operation behoben werden, in der die Linse durch eine künstliche Linse ersetzt wird, wodurch die Sehschärfe verbessert wird. Nachdem sich ein Patient solch einer Operation unterzogen hat, kann wieder mehr Licht die Augen passieren. Da sich der graue Star über mehrere Jahre hinweg entwickelt, passen sich die verletzlichen und empfindlichen Gewebe des Augenhintergrundes nicht sofort nach der Operation der plötzlichen Änderung an und oft kommt es zu einer unzureichenden Neutralisierung der Lichtenergie. Gerade durch die Aufnahme von Lutein und Zeaxanthin über mindestens 3 Monate vor und nach der Operation, können die Augen des Patienten an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt werden.